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Bad Wimpfen

Stamm Blauer Turm


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Stammesabend 2019

Auf eine abwechslungsreiche Zeitreise ging es am Samstag 16.11.2019 für die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des VCP Bad Wimpfen Stamm Blauer Turm. Rund 200 weitere Gäste, Eltern, Freunde, Stadt- und Kirchengemeinderäte sowie Bürgermeister Claus Brechter waren der Einladung in den Kursaal Bad Wimpfen gefolgt und feierten das 25. jährigen Jubiläum des Pfadfinderstammes. Der 25. Stammesabend der Pfadis stand unter dem Motto „Gemeinsam durch die Zeit“.

Nach der Eröffnung durch die Stammesleitung Christian Löffler und Marius Bönisch übernahmen Till Margraf und Simon Müller die Moderation des Abends. Diese beiden gingen der Frage auf den Grund, wie man eigentlich so einen Pfadfinderstamm gründet. Hierzu interviewte Andreas Fröhlich die Pfadis aus der ersten Stunde über die Gründungszeit. Sie erinnerten sich zurück an die erste Sippenstunde, welche Pfarrer i.R. Bernd Göller 1993 im Religionsunterricht angekündigt hatte und an das erste Zeltlager in Bad Wimpfen - Hohenstadt. Auch Bürgermeister Claus Brechter konnte sich noch gut an die offizielle Stammesgründung am 12. Nov. 1994 erinnern, bei welcher er dem Stammesgründer Pfarrer i. R. Bernd Göller eine Schiefertafel des Blauen Turms überreichte. Anschließend nahm die Sippe Känguru die Gäste mit auf eine Zeitreise. Die derzeit jüngsten Pfadis im Stamm zeigten in ihrem Anspiel, dass es 1994 schon einiges brauchte um so einen Stamm zu gründen. Neben der Namensfindung, wurden Zelte (Kohten) angeschafft, Lieder geübt und natürlich musste alles organisiert und gelernt werden für die ersten Nächte im Zelt.

Seit damals hat sich im Pfadfinderstamm "Blauer Turm" viel getan und verändert. Dies wurde den Gästen beim Betrachten der Bilder der diesjährigen Zeltlager deutlich. Mit der Bildershow ließen die Pfadis ihr Jahr 2019 noch einmal Revue passieren. Begonnen hatte die Lagersaison mit dem Gaupfingstlager, welches unter dem Motto „Highland Clans“ auf dem Pfadfinderzeltplatz Schachen auf der Schwäbischen Alb stattfand. Ende Juli ging es für die Bad Wimpfener ins Sommerlager nach Dortmund. Dort stand die Suche nach der Jubiläumsfahne und der Ausflug zur Zeche Zollverein auf dem zehntägigen Programm. Im Herbst waren die jüngsten drei Sippen nach Mossautal gereist, um dort mit kreativen Kunstwerken aufzufallen.
Im darauffolgenden Sketch präsentierte die Sippe Steinbock welche verschiedenen Möglichkeiten für die Anreise auf ein Zeltlager bestehen. Sie schlugen z.B. die Anreise zu Fuß, per Zug, mit einem Schlitten, mit einem Boot, mit Pferden oder mit einem Traktor vor und waren sich am Ende doch sehr schnell einig, dass es am bequemsten ist mit dem Reisebus auf Zeltlager zu gelangen.
In einem weiteren Interview lobte Pfarrerin Dr. Heidi Buch das große ehrenamtliche und soziale Engagement der Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Kirchengemeinde und wünschte dem Stamm auch weiterhin alles Gute. Außerdem berichtete Gabriele Kellhammer als langjährige Vorsitzende des unterstützenden VCP Freundeskreis e.V. vom Bau des Naturbildungshauses im Jahr 2012.
Ein Höhepunkt des Abends war die Bildershow zum Weltpfadfindertreffen (Jamboree), welches 2019 in den USA und Kanada stattfand. 14 Wimpfener Pfadis hatten im Sommer mit 45.000 weiteren Jugendlichen aus fast allen Ländern am Weltpfadfindertreffen in West Virginia teilgenommen und auf ihrer Nachtour Kanada erkundet. Im anschließenden Interview kamen die Teilnehmer der vergangen Jamborees zu Wort. Alle erzählten von beeindruckenden und unterschiedlichen Erfahrungen. In Chile, wo 1998/99 das Weltpfadfindertreffen über Weihnachten und Silvester stattfand, blieb die Hitze und die schmelzenden Kerzen am Heilig Abend im Gedächtnis. In Schweden 2011 war der Lagerplatz so riesig, dass die deutschen Schwarzzelte eine willkommene Orientierungshilfe darstellten. Nach weiteren Erzählungen über die Weltpfadfindertreffen in Thailand (2002/03), England (2007) und Japan (2015) war klar: Die Teilnahme an einem Jamboree lohnt sich für jeden Pfadi und ist ein unvergessliches Erlebnis. Das nächste ist 2023 in Süd-Korea.

Passend dazu zeigte die Sippe Koala mit einem Sketch wie es zugeht wenn sich verschiedene Pfadfinder unterschiedlicher Nationalitäten auf einem Lagerplatz zusammenfinden. Da werden Freundschaften geknüpft und es wurde schnell deutlich, dass die Pfadfinderbewegung zurecht die größte internationale Jugendbewegung der Welt ist.
Klar, dass es bei einem solchen Jubiläumsabend auch viele Danksagungen gab, denn in den letzten 25 Jahren gab es viele guten Taten. Die Stammesleitung bedankte sich bei allen welche den Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) Bad Wimpfen in den letzten 25 Jahren unterstützt haben, insbesondere bei den Sipplingen und bei den Mitarbeitern für ihr leidenschaftliches und großes Engagement.
Miriam Kellhammer, Benni Mann und Jan Teschler erhielten eine ganz besondere Ehrung für ein Vierteljahrhundert Mitgliedschaft im Pfadfinderstamm "Blauer Turm". Sie bekamen ein Halstuch mit einem Jubiläumsabzeichen und ein Bild mit bedrucktem Kohtenstoff überreicht.
Im abschließenden Interview wurden fünf Pfadis unterschiedlicher Altersgruppen gebeten, über den Stamm selbst zu sprechen. Darüber wie er heute ist und auch wie er in der Zukunft sein könnte. Sie erzählten vom Lieblingsessen und Ritualen auf den Lagern. Berichteten über den Tagesablauf eines Sommerlagers und überlegten, was sich in den nächsten 25 Jahren ändern wird. Hier waren sich alle schnell einig: Traditionen wie z.B. ein Handyverbot auf dem Lagerplatz sollten beibehalten werden und an für sich sollte auch nicht allzu viel bei den Pfadis verändert werden!
Schön zu sehen war, dass 2019 erstmalig die so genannte Älterenschaft sich mit ihren Familien am Sommerlager eingebracht hat. Das ist vielleicht auch ganz gut so, wie im nachfolgenden Sketch der Sippe Panda deutlich wurde. Die Pandas führten vor wie ein Lager im Jahr 2500 auf dem Mars aussehen könnte. Da gäbe es dann das Lagerfeuer auf dem Tablett, WLAN, sowie Spiele und Lieder nur noch direkt übers Handy.
Nach über drei Stunden neigte sich der Jubiläumsstammesabend dem Ende zu. Nach alter Pfadfindertradition sangen alle gemeinsam das Lied „Nehmt Abschied Brüder“, bevor die Stammesleitung den offiziellen Teil des Abends für beendet erklärte und zum gemütlichen Beisammensein einlud. Beim Blättern in der Chronik zum 25. Jubiläum und beim Bewundern der ausgestellten Trachten, Halstücher und Abzeichen ließ man den Abend fröhlich ausklingen.

 

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